Vor einigen Jahren hat man sich in Deutschland noch darüber aufgeregt, dass unsere Bundesrepublik auf Grund der desolaten Haushaltslage und der enormen Schuldenlast einen „Blauen Brief“ aus Brüssel erhalten hat. Seit der Finanzkrise ist nun klar, in keiner Legislaturperiode haben die Deutschen soviel Schulden gemacht, wie in der letzten. Noch nicht einmal die deutsche Wiedervereinigung hat soviel Geld gekostet, wie die angeblich andauernde Finanzkrise. Und wie sieht es mit Griechenland aus?
Griechenland und der Weg in die europäische Union
Anfangs waren es Gerüchte. Diese sind mittlerweile zur Realität geworden. Das berühmte Urlaubsziel Griechenland ist pleite. Doch war diese Krise nicht von vorneherein abzusehen? Jeder der sich an die großen Augenblicke der Europäischen Union erinnert, wird sich auch an die Schwierigkeiten mit den südländischen Staaten erinnern können. Schon vor der Einführung der Europäischen Einheitswährung hat man bemängelt, dass sich Länder wie Italien, Griechenland, Portugal und Spanien nicht besonders dazu eignen der Währungsunion beizutreten. Im Gegensatz zu den starken EU-Ländern, wie beispielsweise Deutschland und Frankreich, war noch nicht einmal das Bruttoinlandprodukt annähernd so ausreichend und ein Scheitern dieser Länder geradezu vorprogrammiert.
Deutschland – die goldene Gans der EU
In der letzten Zeit lese ich in vielen Blogs über eine neue Währungsreform. Ich kann nicht nachvollziehen, was sich die meisten dabei denken. Meinen die, wir bekommen die Deutsche Mark zurück? Mit Sicherheit nicht. Also eher bekommen die Amerikaner eine vereinfachte Einheitswährung. Und zwar mit den Mexikanern und den Kanadiern zusammen. Wenn man allerdings bedenkt, dass die Deutschen schon seit langen die goldene Gans der EU – wenn nicht sogar der ganzen Welt sind – ist es eher unwahrscheinlich, dass die Europäer eine neue Währung erhalten. Das Griechenland pleite ist, kann nicht ganz so schlimm sein. Schlimmer wird es, wenn Deutschland pleite ist.
Ist Deutschland pleite?
Indirekt würde ich diese Frage sogar mit „ja“ beantworten. Aber was sollen all die Zahlen in den Computern. Es ist in der Bundesrepublik noch sehr viel Kaufkraft und auch Arbeitskraft vorhanden. Leider haben wir Deutsche immer das Problem des „Jammerns“. Mein Mathe-Lehrer hat vor vielen Jahren immer behauptet, wir Schüler wären „asoziales Wohlstandsgesocks“. Harte Anschuldigung! Aber kaum einer von uns hat es verstanden. Wir jammern auf hohem Niveau.
Was passiert jetzt?
Nun da Griechenland pleite ist, werden in Brüssel Gelder beantragt. Das ist jedoch nicht so einfach. Da laut Lissabonner Vertrag es auch wegen der Wettbewerbsfähigkeit nicht so wirklich zugelassen ist, dementsprechende Finanzhilfen zu gewährleisten. Nachzulesen ist dies in Artikel 123 - 125. Ein weiteres Urteil des Europäischen Gerichtshofs bestätigt dies. (falls jedoch die Regierung den Schritt der Staatshilfe befürwortet, darf keine Privatperson klagen: wieder mal ein schöner Schachzug, den man sich bei dem Lissabonner Vertrag ausgedacht hat, jede PRIVATPERSON ist entmachtet.)
Rechtwidrigkeit gehört zum guten Ton
Das haben wir Deutschen schon allein durch den Zukauf der so genannten „Steuersünder-CD“ erfahren müssen. Also wen würde es wundern, wenn der deutsche Steuerzahler mal wieder die Staatshilfen für Griechenland und andere Länder zahlen muss. Unsere Regierung, egal welche es ist, hält uns Deutschen immer zum Sparen an und gibt das Geld in vollen Händen aus. Wartet man jetzt bis nach den NRW-Wahlen um einer griechischen Staatshilfe beizupflichten? Das könnte passieren.


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