Noch letzte Woche verunsicherte das Bankenhaus Goldman Sachs mit einer drohenden Anklage der SEC wegen Betruges. Gespannt schaute die Finanzwelt daher heute auf die Bilanzahlen für das erste Quartal 2010.
Nicht nur die amerikanischen Behörden ermitteln
Mittlerweile hat der britische Premierminister Gordon Brown eine Ermittlung gegen die Investmentbank gefordert, daher strebt die britische Finanzaufsicht (FSA) formale Ermittlungen an. Auch die deutsche Bundesanstalt für Finanzaufsicht (BaFin) kündigte Überprüfungen an.
Die positiven Nachrichten
Obwohl die meisten Anleger bereits mit einem Gewinn für Goldman Sachs im ersten Quartal für 2010 gerechnet haben, konnte der amerikanische Bankenkonzern noch mal eine Schüppe oben drauf legen.
Goldman Sachs verdoppelt Gewinn
Insgesamt belief sich der Nettogewinn auf ungefähr 3,3 Milliarden US- Dollar Das ergibt einen Gewinn pro Aktie in Höhe von 5,59 US-Dollar. Im Vergleich zu Vorjahreszeitraum wurden von Goldman Sachs "nur" 1,66 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Der Umsatz konnte von 9,43 Milliarden US-Dollar auf 12,78 Millirden US-Dollar anwachsen.
Im Vorfeld gingen Analysten von einem Gewinn von 4,01 Dollar je We und einem Umsatz von 11,16 Milliarden US-Dollar aus. Für das laufende Quartal wird ein EPS-Ergebnis von 4,37 Dollar bei Erlösen von 11,72 Milliarden US-Dollar erwartet.
Beflügelung des Aktienwertes?
Durch die Bekanntgabe der Anklageschrift ist der Aktienwert von Goldman Sachs an den internationalen Börsen erheblich abgestraft worden. Die positiven Ergebnisse könnten nun dafür sorgen, dass sich die Aufregung unter den Spekulanten verflüchtigt.


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